veröffentlicht am: Mittwoch 25 Februar 2009
Neun Christen bei Gewaltausbruch in Nordnigeria umgekommen
Projekt(e): 39-795
Land: Nigeria
Bei einem Gewaltausbruch zwischen Muslimen und Christen am 20. Februar in der Hauptstadt Bauchi im Norden Nigerias, sind mindestens elf Menschen umgekommen. Bei neun der Opfer handelt es sich um #Christen, von denen sechs erschossen und dreimit Buschmesser ermordert wurden. Mindestens sechs Kirchen, möglicherweise sogar 13 wurden niedergebrannt, ebenso drei Moscheen und über 200 Wohnhäuser. Es gab etwa 100 Verletzte und 4500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, viele von ihnen suchten Schutz in Kasernen des Militärs.
Zu dem jüngsten Gewaltausbruch kam es am 20. Februar nach einer verbalen Auseinandersetzung zwischen der Gemeinde einer Moschee und der einer benachbarten Kirche, wenn auch über Einzelheiten Unklarheit besteht. Die Gewalttätigkeiten scheinen mindestens drei Tage angedauert zu haben. Inzwischen wurde ine nächtliche Ausgangssperre verhängt und die Straßen werden von Polizei und Militär überwacht. Die Staatsregierung hat eigens weitere Soldaten in diese Provinz geschickt, um die Lage zu stabilisieren. Sicherheitskräfte in den benachbarten Provinzen wurden verstärkt oder in Alarmbereitschaft gesetzt.
Die Polizei hat versichert, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden und der Staatspräsident hat seine Entschlossenheit, Frieden zu bewahren, ausgedrückt. Dennoch zweifeln viele an der Entschiedenheit der Autoritäten, sich für den Erhalt von Gütern und Leben einzusetzen, besonders, wenn es um Christen geht. Dr Patrick Sookhdeo, der internationale Direktor des Barnabas Fund, sagt: „Der Vorstand der Christlichen Vereinigung Nigerias in Bauchi, Herr Musa Tula, hat seine Unzufriedenheit über die Mittel, die Sicherheit der Christen im Land gewährleisten sollen, geäußert. Auch widersprach er der Meinung des Provinzpräsidenten, die Unruhen seien politisch motiviert, und führt sie stattdessen auf religiöse Spannungen zurück.”
Nigeria ist ungefähr zu gleichen Teilen aufgeteilt in einen überwiegend muslimischen Norden und mehrheitlich christlichen Süden. In machen Gegenden entlang dieser Grenze kommt es immer wieder zu Gewalttätigkeiten. Seit November 2008 bestehen enorme Spannungen in Bauchi, als 300 Menschen in der Stadt Jos in der benachbarten Hochlandprovinz umkamen.
Christliche und muslimische Führer riefen zu Stillhaltung und friedlicher Ko-existenz zwischen den Anhängern beider Religionen auf. Aber verschiedene christliche Gruppen betonen, dass es nur zu einem Ende der Gewalt kommen kann, wenn die Regierung entschiedener eingreift, wenn Christen ermordet werden, und die Mörder vor Gericht bringt.
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1. Beten Sie für die Christen, die bei den Gewaltätigkeiten verletzt oder beraubt wurden ebenso wie für die, deren Kirchen, Wohnungen oder Arbeitsplätze zerstört wurden. Bitten Sie Gott, dass Er ihr Trost sei und ihnen erstattet, was sie zum Leben brauchen.
2. Beten Sie mit, dass die Ordnung in Bauchi schnell wieder hergestellt wird, und dass die, denen die Morde anzulasten sind, vor Gericht kommen. Beten Sie auch, dass die anhaltenen Spannungen zwschen Christen und Muslimen in Nordnigeria nicht zu weiteren gewalttätigen Auschreitungen führen.
3. Beten Sie, dass die nigerianischen Behörden auf Orts- und Landesebene entschieden durchgreifen, um den Christen des Landes Schutz zu gewähren und weitere Angriffe auf sie zu verhindern.

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