veröffentlicht am: Donnerstag 17 Februar 2011
Pakistanische Muslime werden beschuldigt, einen christlichen Angestellten ermordet zu haben
Land: Pakistan, Süd-und Ostasien
Hunderte Christen begaben sich zu einer Protestkundgebung auf die Straße nachdem die Polizei sich geweigert hatte, die Anzeige eines mutmaßlichen Mordes an einem jungen christlichen Mann entgegenzunehmen.
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Die Karte zeigt den Ort in Pakistan.
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Der 24-Jährige wurde angeblich von seinen muslimischen Arbeitgebern im Bezirk Gujranwala in der Provinz Punjab in Pakistan am 6. Februar ermordet.
Der junge Mann, der als Fahrer arbeitete und der erst seit acht Monaten verheiratet gewesen war, war am 5. Februar nicht zur Arbeit erschienen, weil er erkrankt war. Als er am folgenden Tag zur Arbeit kam, wurde er den Berichten zufolge von seinen Arbeitgebern gequält und ermordet und schließlich an der Decke aufgehängt. Die Arbeitgeber behaupteten daraufhin gegenüber dem Vater des Ermordeten, er hätte Selbstmord begangen.
Nachdem die Polizei sich geweigert hatte, die Anzeige des Vaters wegen Mordes gegen die sehr einflussreichen Verdächtigen entgegenzunehmen, demonstrierten Hunderte von Christen aus dieser Stadt und blockierten mehrere Stunden lang den Verkehr.
Als der Vater Strafanzeige wegen Mordes erstattete, weigerte sich die Polizei, diese gegen solch einflussreiche Verdächtige entgegenzunehmen. Daraufhin demonstrierten Hunderte von Christen aus dieser Stadt und blockierten mehrere Stunden lang einige Straßen, so dass der Verkehr zum erliegen kam.
Daraufhin nahm die Polizei die Ermittlungen in einem Mordfall gegen drei muslimische Männer auf, aber es ist noch abzuwarten, ob die Anklage gegen die Männer wegen dieses Vergehens tatsächlich erhoben (werden) wird. Und selbst wenn ein Gerichtsverfahren eingeleitet wird, kommen pakistanische Christen oft doch nicht zu ihrem Recht, wenn der Täter ein Moslem ist, denn das Strafgesetz des Landes, das auf dem islamischen Scharia Gesetz beruht, gibt den Aussagen von Muslimen mehr Gewicht als den Aussagen von Nicht-Muslimen.
Ein pakistanischer Kirchenleiter sagte, dass besonders in Zentralpunjab ein besorgniserregender Anstieg von Vorfällen zu verzeichnen ist, in welchen die Täter sich auf freiem Fuß befänden nachdem sie Morde oder Diebstähle oder Raubüberfälle gegen Christen begangen hätten. Er fügte hinzu: „In den meisten Fällen wurde gar keine Strafanzeige erstattet, denn die Großgrundbesitzer und die Lokalpolitiker in diesen Gegenden sind sehr einflussreich. Sie haben die Polizei und die Richter praktisch in ihren Händen... Christen sind hier nicht sicher."

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